Entwicklungswerkzeug in der Entwicklung E-Antriebsstrang
Unser Ansprechpartner ist die Entwicklung in der E-Mobilität und die Herausforderung ist der Zustand von Lager und Schmierstoff im Zusammenhang mit induzierten Lagerströmen im E-Antriebsstrang. Durch das bessere Verständnis der Zusammenhänge wird Reibung reduziert, damit Reichweite erhöht und die Lebensdauer der mechanischen Komponenten verlängert.
Der Kunde
Die Kunden sind OEM und TIER1 Zulieferer aus der Automobilindustrie.
Ziel
Die induzierten Ströme im E-Antriebsstrang sind eine der Herausforderungen in der Elektrifizierung im Automobilbereich. Daraus ergeben sich verschiedene Ziele:
- Bestimmung des Zustands von Lager und Schmierung: Die elektrische Belastung führt zu Schäden an Lager und Schmierstoff, die bisher nur nach dem Versuch, demontiert bestimmt werden können. Diese Größen sollen im Versuch gemessen werden.
- Bestimmung der elektrischen Impedanz der Lager: Die Lagerimpedanz ist ein wichtiges Auslegungskriterium für die elektrische Auslegung des Antriebsstrangs und der damit verbundenen Belastung. Diese Größe soll im Versuch gemessen werden.
- Bestimmung der Lagerströme: Lagerströme sind eine kritische Größe der elektrischen Belastung von Lagern. Diese werden im Versuch gemessen.
- Bestimmung des Schmierungszustands: Der optimale Schmierstoff sorgt für lange Lebensdauer und wenig Reibung im Antriebsstrang. Wir messen den Schmierungszustand im Betrieb, um die Auswahl des Schmierstoffs in Richtung Optimum zu bringen.
Umsetzung
HCP Sense macht auf Basis des CAD-Modells des Antriebsstrangs einen Vorschlag zur Integration, der mit dem Kunden diskutiert und optimiert wird. HCP Sense fertigt die Sensorik und der Kunde nimmt die Anpassungen am Antriebsstrang vor, um die Messkampagne umzusetzen.
Die Inbetriebnahme erfolgt gemeinsam vor Ort beim Kunden. Nach dem Einbau der Sensorik werden gemeinsam erste Versuche durchgeführt, sodass weitere Messungen ohne HCP Sense durchgeführt werden können. Anschließend werden die Versuche durch HCP Sense ausgewertet und die Ergebnisse gemeinsam diskutiert.
Ergebnis
Durch die Messung der elektrischen Impedanz, konnten die Berechnungsmodelle unseres Kunden validiert werden und mit der Strommessung die tatsächliche elektrische Belastung bestimmt werden. Dies hat zur Optimierung der elektrischen Auslegung beigetragen und der Einfluss von Gegenmaßnahmen wurde quantifiziert. Im Lebensdauerversuche wurde zusätzlich der Fortschritt der Degradation von Lager und Schmierstoff bestimmt.