Lagerkräfte messen.
Schmierung überwachen.
Schäden verhindern.
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Servicemessungen an HCP-Lagerprüfständen: Tribologische Vorgänge sichtbar machen

Besonders im Bereich der Mischreibung sind tribologische Vorgänge schwer vorherzusagen. Wie sich Schmierfilme und Triboschichten unter realitätsnahen Bedingungen verhalten, lässt sich experimentell untersuchen. Mit impedanzbasierten Servicemessungen macht HCP Sense diese Vorgänge während des Lagerbetriebs sichtbar. Die gewonnenen Daten unterstützen Schmierstoffentwickler bei der Produktoptimierung sowie Konstrukteure bei der Modellbildung, Validierung und Auslegung zuverlässiger Systeme.

Das Lager wird zum Sensor

Die hochfrequente Messung der elektrischen Lagerimpedanz ermöglicht die Unterscheidung zwischen Grenz-, Misch- und Flüssigkeitsreibung. Unter geeigneten Bedingungen lassen sich Änderungen der Schmierfilmhöhe, Übergänge zur Mischreibung und Hinweise auf Oberflächenschäden erkennen. Im Misch- und Grenzreibungsbereich werden die Intensität metallischer Kontakte, Einlaufvorgänge sowie Bildung und Abbau von Triboschichten untersuchbar.

Erkenntnisse für Entwicklung und Anwendung

Schmierstoffentwickler können Formulierungen vergleichen, Wirkmechanismen untersuchen und die Stabilität von Triboschichten bewerten. Auch Alterung, Verunreinigungen und Schmierstoffvermischungen sind wichtige Prüfthemen. Vermischungen durch Produktionsschmierstoffe, Korrosionsschutzmittel oder Restmengen beim Ölwechsel sind häufig unvermeidbar. Ihr Einfluss auf Schmier- und Tribofilmbildung sowie Verschleißschutz lässt sich gezielt untersuchen.

Für Konstrukteure liefern Messungen im schwer berechenbaren Mischreibungsbereich wertvolle Daten zur Modellbildung und Validierung. Durch systematische Variation von Last, Drehzahl, Temperatur und Öldurchfluß lassen sich Stribeck-Kurven ermitteln, Übergänge zwischen Schmierungszuständen identifizieren und sichere Betriebsbereiche bestimmen. Diese Erkenntnisse unterstützen die gezielte Auslegung und Optimierung von Schmiersystemen.

Zwei flexibel programmierbare Prüfstände

LP01 untersucht öl- und fettgeschmierte Wälzlager bei Axiallasten bis 10 kN und Drehzahlen bis 9.000 U/min. Ölumlaufschmierung mit Durchflussregelung und Temperierung von −20 bis 120 °C ist möglich.

LP02 prüft fettgeschmierte Wälzlager bei Radiallasten bis 2 kN und Drehzahlen bis 2.500 U/min. Beide Prüfstände bieten frei programmierbare Prüfabläufe; bei LP02 sind auch Lastprofile programmierbar.

Ausstattung Ihrer Prüfstände

Die Impedanzmessung ist nicht auf unsere Prüfstände beschränkt. Wir statten Ihre Lagerprüfstände und Tribometer mit unserer Sensortechnologie aus. Die Nachrüstung an bestehenden Prüfständen ist ebenfalls möglich. Gerade etablierte Tests wie FE8 oder FE9 erfassen meist nur wenige Größen, etwa Drehmoment und Verschleiß. Mit der Hochfrequenz-Impedanzmessung gewinnen Sie zusätzlich Einblick in Schmierfilm und Oberflächenzustand: von der Stribeck-Kurve in der realen Anwendung über die Entwicklung von Grübchen bis zur Bildung von Reaktionsschichten und der Ölalterung. Ob Servicemessung bei uns oder Ausstattung Ihres eigenen Prüfstands: Sprechen Sie uns an, wir finden die passende Lösung.

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